Sie blasen ins Horn, spielen mit Licht und tanzen nicht nur auf der Nase rum: Kreative und Künstler*innen aus dem Bochumer Viktoria.Quartier geben gemeinsam eine Vorstellung. Die Bubble*istas der Passage. Durchläufer*innen, Grenzgänger*innen, Held*innen der Transformation.
Wir stellen sie vor. Applaus, Applaus.
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Kathlina Anna Reinhardt Kostüme, Installation & Dokumentation
Kathlina Anna Reinhardt ist freischaffende Kunstarbeiterin aus Bochum. Seit 2014 arbeitet sie in den Bereichen Bühne, Kostüm, Installation und Video – sowohl in der freien Szene als auch an Stadt- und Landestheatern. Ihre Arbeit ist geprägt von einer forschenden, interdisziplinären Praxis zwischen Ästhetik, Material und Narration.
Sie ist Mitgründerin des atelier automatique sowie stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Vereins Gemeinschaft zur Förderung und Vernetzung der freien Künste Bochums e.V.. Als Teil des Kollektivs ok.wow gestaltet sie experimentelle Theaterprojekte.
Aktuell baut sie eine eigene Upcycling Brand auf – mit Unikaten aus Textil und Holz, handwerklich gefertigt und ästhetisch transformiert.
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Matthias Schamp Matthias Schamp ist Ampelperformer. Beständiges Umschalten ist seine Passion. Dies nennt er Kontext-Hopping. High-Culture & Triviales werden gleichermaßen durchstreift, Theorie- und Praxisfelder: Kunst, Literatur, Organisation, Politik, Design, Botanik … Dahinter steckt eine kulturelle Guerilla-Strategie. Sich nicht festlegen lassen. Mit dem Überraschungsmoment auf der Seite stets unerwarteten Orts erscheinen. Auftauchen, zuschlagen und wieder wegtauchen in die Waldsäume des Ungewissen.
Seit 1991 arbeitet er als Künstler und Autor. Seine Arbeiten waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland zu sehen, u. a. im Kunstmuseum Bochum, Skulpturenmuseum Glaskasten Marl, Cermodern Ankara oder am Goethe-Institut Litauen. Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen, etwa in Marl, Heilbronn und Zürich.
Er hatte Lehraufträge u. a. an der Bauhaus-Universität Weimar, der TU Berlin und der Uni Köln und wurde mehrfach ausgezeichnet, etwa mit dem CityARTists-Preis NRW und Stipendien der Länder NRW und Rheinland-Pfalz.
Bekannt wurde er auch als Betreiber des Mythos-Grill, als Autor der Titanic-Serie Schlechte Verstecke (2000-2004) und durch Buchveröffentlichungen und Hörspiele im WDR.
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Bedtime Bear & Grumpy Bear
Foto: Jörg GrögerFunshine Bear
Foto: Jörg GrögerKonzept & Performance
Bedtime Bear ist von Natur aus sehr schläfrig und liebt nichts mehr als einen guten Schlummer und viele Pausen zwischendurch. Bedtime wird oft damit beauftragt, für erholsame Momente von Menschen und Care Bears gleichermaßen zu sorgen, aber ist auch ein wenig zerstreut. Auf den verschlafenen Bewohner von Care-a-Lot ist immer Verlass, wenn es darum geht, dass sich alle nachts (und tagsüber) gut ausruhen.
Wie es seiner Natur entspricht, kann man ihn oft beim Pausieren, Schlafen und Dösen antreffen. Auf der Erde ist Bedtime Bear, der sich selbst als „Self-Care-Bear“ bezeichnet, für Pausen, Auszeiten, Nickerchen, entspannende Körperarbeit, Body Positivity, Fünfe gerade sein lassen und allem, was mit innerem Frieden zu tun hat, zuständig.Auch wenn Grumpy Bear auf den ersten Blick den Eindruck erweckt, als wäre er im falschen Beruf, so nimmt er doch eine ganz besondere Nische unter seinen temperamentvollen Bärenkolleg*innen ein und wird oft dazu eingesetzt, unangenehme Wahrheiten aufzudecken, Machtwörter zu sprechen und, wenn nötig, auch hart durchzugreifen. Grumpy praktiziert „tough love“, die bei der Lösung von Problemen einen direkteren Ansatz verfolgt und scheut sich nicht, die Wahrheit zu sagen. Grumpys besonderes Interesse gilt dem Handwerk, dem Reparieren und Upcycling sowie dem Recycling. Trotz seiner manchmal unsozialen Züge zögert er nicht, bei besonderen Anlässen ein Lächeln mit seinen Freund*innen zu teilen, auch wenn er so tut, als würde er es nicht mögen.
Funshine Bear schaut immer auf die Sonnenseite des Lebens. Fröhlich, munter und bereit, aus jedem Tag das Beste zu machen, ist er auch immer da, anderen zu helfen, egal ob Bär oder Mensch. Dieser feierfreudige Bär lebt dafür, jeden Tag zu nutzen, sei es durch Partys, Musik oder Spiele, und er kann es nicht ertragen, auch nur einen Moment still zu sitzen. Das Einzige, was Funshine bedrückt, ist, wenn es niemanden gibt, mit dem man spielen kann, denn er legt großen Wert darauf, Zeit mit anderen zu verbringen. Obwohl Funshines Hauptaufgabe darin zu bestehen scheint, den Menschen Freude zu bereiten, engagiert er sich auch sehr für die Natur – insbesondere für Wälder und Dschungel -, die er vor Bränden, Abholzung und Ausbeutung bewahren möchte. Deshalb ist er bereits um den ganzen Globus gereist und hat sich praktisch überall mit Menschen angefreundet und mit ihnen gefeiert.
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Pippo & Adino Beim Zelebrieren verschiedenster Musikprojekte kreuzen sich immer wieder Adinos und Pippos Wege. Durch gemeinsames Improvisieren in der Musik, aber auch beim Kochen, gibt es sicher eine nonverbale Sprache, die hier im Duett zu hören ist.
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Cihan Tamti Cihan Tamti hat sich durch seine innovative und kühne Herangehensweise einen Namen gemacht. Tamti ist bekannt für seinen experimentellen Stil, der sich durch die Nutzung von kräftigen Farben, markanten Typografien und dynamischen Kompositionen auszeichnet. Seine Designs brechen oft mit konventionellen Normen und zeichnen sich durch eine spielerische und doch strukturierte Ästhetik aus.
Neben seiner kommerziellen Arbeit engagiert sich Tamti auch in der Design-Community, indem er an Workshops und Vorträgen teilnimmt und seine Kenntnisse und Erfahrungen mit anderen Designern teilt. Seine kreativen Ansätze und sein Engagement für das Handwerk haben ihm eine wachsende Anhängerschaft und Anerkennung in der internationalen Designszene eingebracht.
Durch seine Arbeiten strebt Tamti danach, nicht nur visuell ansprechende, sondern auch konzeptionell tiefgründige Designs zu schaffen, die den Betrachter zum Nachdenken anregen und inspirieren.
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DOXS RUHR | Freund*innen der Realität e.V. DOXS RUHR | Freund*innen der Realität e.V. kooperieren mit der Zukunftsmusik e.V.
DOXS RUHR ist ein Festival, das von Bildern etwas wissen will. Daher kommen Filme auf die Leinwand, in denen es um etwas geht: die Wirklichkeit.
Unser Programm stammt aus Europa, unser junges Publikum aus einer Region, deren Topografie das dezentrale Festivalkonzept inspiriert und initiiert hat. Nachhaltigkeit im Umgang mit Ressourcen ist der Idee von DOXS RUHR immanent. Das Programm wird mit Gespür für junge Lebenswelten ausgewählt und altersspezifisch präsentiert. Mit unseren Partnern aus der Film- und Bildungsszene ziehen wir kollaborativ an einem Strang und mobilisieren Kinder und Jugendliche für eine Filmkultur, die sie so noch nicht gesehen haben. Nicht in Gesellschaft, nicht an diesen Orten.
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ok.wow kollektiv
Foto: Jörg GrögerDas ok.wow kollektiv kooperiert mit dem atelier automatique!
ok.wow ist eine freie Gruppierung von Künstler*innen unterschiedlicher Sparten. Gefunden haben sie sich in verschiedenen Projekten und Kontexten. Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf gesellschaftspolitischen Fragestellungen, weswegen ok.wow sich als Kollektiv für Soziokunst versteht. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist es, ungewöhnliche Orte zu bespielen und neue Räume für ein miteinander zu eröffnen.
Nachhaltigkeit und die Steigerung des Gemeinwohles sind wesentliche Aufgaben, die sich das Kollektiv gesetzt hat. In diesem Sinne ist die Beziehungsarbeit und das Kommunizieren sowie Abfragen der Grundbedürfnisse in jeder neuen Arbeitssituation und Konstellation ein Kernprinzip der Zusammenarbeit.
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Cypher44 Cypher44 startete als ein urbanes Kollektiv von Tänzer*innen, welches es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Kultur – mit dem Fokus auf die Tanzkultur in Bochum und Umgebung – der Öffentlichkeit nahezubringen.
In dem Rahmen gründeten sie im Jahre 2022 den Verein Cypher44 e.V.
Der Fokus liegt dabei auf den urbanen HipHop Freestyle Tanz, welche die Gruppe in ihren Shows und Performances immer wieder einfließen lassen.Darüber hinaus gründete die Gruppe gemeinsam mit anderen Künstler*innen aus der Umgebung das Künstlerhaus Art Studios Ruhr in der Bochumer Innenstadt. Hier sollen neben dem Erlernen des urbanen Tanzes weitere urbane Künste wie Malen, Musizieren gelehrt und praktiziert werden.
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Ensemble Grenzenlos
Musikschule BochumDie Musikschule Bochum ist eine Einrichtung der Stadt Bochum und wurde 1967 gegründet. Von Beginn an verfolgt sie das Ziel, den Menschen in Bochum eine umfassende musikalische Bildung zu ermöglichen und die Freude an der Musik zu fördern. Das Unterrichtsangebot ist sehr vielfältig. Musikkurse für kleine Kinder, Instrumental- und Gesangsunterricht, gemeinsames Musizieren und experimentelle Unterrichtsformen bis hin zur digitalen Musikproduktion bilden das Angebot. 9.000 Schüler*innen nehmen jede Woche das Angebot war.
Für die Musikschule Bochum ist es selbstverständlich, dass alle Menschen ein Recht auf Musikunterricht haben. Daher gehört der Unterricht für Menschen mit Einschränkungen seit vielen Jahrzehnten zum Standardangebot der Musikschule. In ihrem Programm möchte die Musikschule die Vielfalt der Bochumer Stadtgesellschaft widerspiegeln und die Kulturen zugewanderter Menschen in ihrem Angebot abbilden.
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dieterkong | königlich
& zwobotnikdieterkong aka Ralf Eichenauer ist seit vielen Jahren als Komponist, Arrangeur, Keyboarder, Percussionist und Sänger mit verschiedenen Projekten und Bands unterwegs.
Immer experimentierfreudig mit elektronischen Klängen kreiert er Soundtracks zu visuellen Projektionen und audiovisuellen Installationen.
Christopher Lensing, Teil der schlummernden Bochumer Visual-Legende „impulskontrolle“, ist zwobotnik.
Seit eh und je wandelt er an der Grenze zwischen Technologie, generativer Kunst, Live-Visuals, Musik, Interaktion und Wahnsinn.
Und seit längerem schon auch im schmutzigen Gewässer der künstlichen Intelligenz.
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Goldkante
Foto: Yuriy OgarkovDas Besondere an der Goldkante ist, dass sie auch dir gehört: ein „eingetragener Verein“, in dem alle, die wollen, Mitglied werden und sich um die Goldkante kümmern können. Auf diese Weise können alle, die sich engagieren wollen, darüber entscheiden, wie und was hier serviert und präsentiert wird: von den Getränken über Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Filmkunst oder Disco.
Die Goldkante trägt sich durch die Mitgliedsbeiträge und den Barbetrieb. Gelegentlich kommen auch Förderungen oder Preisgelder dazu (Wir haben 2024 und 2023 den “Spielstättenprogrammpreis” gewonnen!).
Nichts in oder an der Goldkante ist irgendjemandes persönliches Eigentum. Und deshalb ist alles ein bisschen eigentümlich: Omis altes Rauchertischchen gehört hier ebenso zur Deko wie das berühmte „ewige Licht“. Regelmäßig legen DJs hier Musik auf und Möbel werden zur Seite geschoben, um Platz zum Tanzen zu schaffen. Die Goldkante ist ein Ort, in dem sich Menschen auf ein Bier, einen Cocktail oder eine Cola treffen und das Panorama der Alten Hattinger Straße genießen. Es ist ein Ort, an dem Menschen vorbeigehen, kurz innehalten und lächelnd eintreten — alle sind willkommen.
Ziel ist es, die Kulturlandschaft Bochums maßgeblich mitzugestalten und alle, die wollen, daran teilhaben zu lassen. Deshalb sind die Veranstaltungen schon immer kostenlos und werden es auch bleiben.
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Stephan Gudewer
Zukunftsmusik e.V.Zukunftsmusik Bochum e.V. entwickelt Ideen, wie die Nachnutzung des Gebäudes der Bochumer Musikschule zu einem Möglichkeitsraum für die Menschen in Bochum gelingen kann.
Als Zusammenschluss von interessierten Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen möchten wir zeigen, was das Gebäude ausmacht, welche vielfältigen Chancen in ihm stecken und was der Bau zur Entwicklung der Innenstadt beitragen kann.
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Christian Kosfeld
Freund*innen der RealitätChristian Kosfeld produziert Audios mit Tonband, CD, Festplatte und Stream: Fiktionales und Dokumentarisches mit Jugendlichen, Audiowalks (u.a. „Zukunftsorte Ruhr 2010“ und „35 Jahre Bhf. Langendreer“), Audiodeskriptionen mit blinden und sehbehinderten Schüler*innen, Podcasts und Tonspuren für DOXS RUHR u.a., Radiostücke für Kultursendungen, gelegentlich Musik und Nutzloses mit Möglichkeitssinn.
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Claudia Hartmann Interviews & Creative Concept
Claudia Hartmann ist staatlich anerkannte Atem-, Sprech- und Stimmlehrerin, Linklater Stimmtrainerin und Schauspielerin. Ihre langjähriges berufliches Schaffen als Sprecherzieherin führte sie an renomierte Schauspielschulen und Theatern im In- und Ausland. Seit vielen Jahren ist sie Dozentin an der Folkwang Universität der Künste im Studiengang Schauspiel.
Parallel zu ihrer unterrichtenden Tätigkeit war und ist sie in Performances, interdisziplinären Literatur-, Tanz- und Theaterprojekten auf Bühnen, in Museen und öffentlichen Räumen zu sehen und zu hören.
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dieterkong Sounds
dieterkong aka Ralf Eichenauer ist seit vielen Jahren als Komponist, Arrangeur, Keyboarder, Percussionist und Sänger mit verschiedenen Projekten und Bands unterwegs.
Immer experimentierfreudig mit elektronischen Klängen, kreiert er Soundtracks zu visuellen Projektionen und audiovisuellen Installationen.
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Josefine Habermehl, Kathlina Reinhardt & Josephine Raschke | atelier automatique | Foto: E. Czaya Das atelier automatique ist ein geteilter, selbstorganisierter Arbeitsraum. Getragen wird er von dem Verein Gemeinschaft zur Förderung und Vernetzung der freien Künste Bochums e.V.
Wir haben uns hier seit 2016 mit viel Herzblut ein gemeinschaftlichen Ort für unsere alltäglichen Aufgaben geschaffen, fürs künstlerische Experimentieren, interne und öffentliche Veranstaltungen, aber auch fürs Abhängen, Kochen, Streiten, Gedanken Teilen und Feiern.
Wir glauben an nachhaltige und solidarische Kulturproduktion, und dass das gemeinsam besser geht als allein.
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scheinzeitmenschen
Foto: Ulrike WeidlichDas Bochumer Duo scheinzeitmenschen (Valeska Klug & Birk-André Hildebrandt) realisiert seit 2013 Grenzgänge zwischen Licht- und Medienkunst, Materialtheater sowie partizipativer Installation.
Mit ihren Projekten verschieben, irritieren und erweitern sie die sinnliche Wahrnehmung, fordern sie spielerisch heraus und eröffnen so neue Perspektiven auf alltägliche und scheinbar normale Zusammenhänge. Dabei laden sie ihr Publikum dazu ein, in die Rolle von Experimentierenden, Forschenden und Entdeckenden zu schlüpfen.